{"id":72,"date":"2023-05-23T13:59:44","date_gmt":"2023-05-23T11:59:44","guid":{"rendered":"https:\/\/test.spielmannszug-hovestadt-nordwald.de\/?page_id=72"},"modified":"2023-05-23T13:59:44","modified_gmt":"2023-05-23T11:59:44","slug":"geschichtliche-entwicklung-des-spielmannszuges-hovestadt-nordwald-1920-e-v","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/spielmannszug-hovestadt-nordwald.de\/?page_id=72","title":{"rendered":"Geschichtliche Entwicklung des Spielmannszuges Hovestadt &#8211; Nordwald 1920 e.V."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">( Autor: Bernhard Strothkamp zum 80-j\u00e4hrigen Bestehen 30.04.2000)<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnte man sich heute vorstellen, dass ein Trommler und ein Fl\u00f6tist den Sch\u00fctzenzug anf\u00fchren? So geschehen vor 80 Jahren, denn da wurde der Spielmannszug Hovestadt-Nordwald offiziell gegr\u00fcndet! Eine schnelllebige Zeit, wie wir im Nachhinein feststellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute nun kann der Spielmannszug Hovestadt-Nordwald mit Stolz auf sein 80-j\u00e4hriges Bestehen zur\u00fcckblicken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anf\u00e4nge gehen zur\u00fcck bis in die Zeit des 1. Weltkrieges. Damals wurden sogenannte Jugendwehren gebildet, die den Zweck hatten, junge M\u00e4nner f\u00fcr den Wehrdienst vorzubereiten. Unteroffiziere des in Soest stationierten 158. Infanterieregimentes brachten den Jugendlichen das Trommeln und Fl\u00f6ten bei. Nach Einberufung zum Wehrdienst und Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft gr\u00fcndeten dann im Jahre 1920 Franz Giepen, Heinrich Hokenbecker und Fritz H\u00fcntemann den Spielmannszug. Franz Giepen und Fritz H\u00fcntemann spielten im gleichen Jahr erstmals auf dem Hovest\u00e4dter Sch\u00fctzenfest und f\u00fchrten den Festzug an. 1921 und 1922 traten Franz Naumke, Josef Streffing, Clemens H\u00fcntemann, Josef Hecker und Heinrich Rodeh\u00fcser bei. Somit z\u00e4hlte der Spielmannszug bereits 8 aktive Mitglieder. Ein besonderes Erlebnis war das Zusammenspiel des Spielmannszuges mit dem 8. Husarenregiment aus Paderborn auf dem Waldfest. Bei der Gr\u00fcndung waren nur eine Trommel und eine Fl\u00f6te vorhanden. Diese und die restlichen Instrumente wurden von den Spielleuten selbst beschafft. Uniformen gab es noch nicht. Man begn\u00fcgte sich mit Schwalbennestern, die einfach auf die schwarzen Jacken gen\u00e4ht wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>,,Preu\u00dfens Gloria\u201c war der erste Marsch, der einge\u00fcbt wurde. Heinrich Rodeh\u00fcser \u00fcbernahm die Ausbildung der Trommler und Fl\u00f6tisten, da er beide Instrumente voll beherrschte. Spielleute waren nun vorhanden, aber es fehlte immer noch der Tambourmajor. Er fand sich im Herbst 1922 in Anton Gerwiener, der den Zug bis Ende 1924 anf\u00fchrte. 1925 und 1926 \u00fcbernahm dieses Amt Paul Busch.<\/p>\n\n\n\n<p>1927 und 1928 war wieder kein Major vorhanden. 1929 konnte dann Heinrich Hokenbecker gewonnen werden, der diese F\u00fchrungsaufgabe bis 1950 wahrnahm. Neue Mitglieder hatten sich mit Josef und Franz Becker, Alfred Hokenbecker, Willi und Hans R\u00fcpping, Franz Westhues, Walter Knaden und Willi Pl\u00f6ger gefunden<\/p>\n\n\n\n<p>Der Krieg hinterlie\u00df tiefe Einschnitte im Vereinsleben unseres Spielmannszuges. Erst 1950 lebte der Zug auf Betreiben von Theodor R\u00fcpping wieder auf. Die alten Spieler traten zur\u00fcck und \u00fcberlie\u00dfen dem stark genug gewordenen jungen Corps das Feld.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1951 bis einschlie\u00dflich 1957 bekleidete Franz Hegeb\u00fcscher den Posten des Tambourmajors.<\/p>\n\n\n\n<p>1951 gab es auch erstmalig auf dem Sch\u00fctzenfest in Herzfeld ein Spielgeld in H\u00f6he von 5,- DM, welches jedem Aktiven ausgezahlt wurde. Die ersten richtigen Uniformen wurden 1951 angeschafft. Diese kosteten 50,- DM und wurden aus eigener Tasche bezahlt. Erst ab 1952 flossen die Spielgelder in die Vereinskasse und wurden f\u00fcr sp\u00e4tere Anschaffun\u00adgen angespart.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dezember 1957 fand eine au\u00dferordentliche Versammlung statt, in der erstmals ein ordentlicher Vorstand gebildet wurde. Franz Westhues wurde 1. Vorsitzender und hatte dieses Amt bis 1962 inne, ihm folgte bis 1965 Heinrich Beier. 1958 \u00fcbernahm Theodor R\u00fcpping den Tambourstab. Unter seiner F\u00fchrung nahm der Spielmannszug dann auch an einem Tambourwettstreit teil. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden nur Freundschaftstreffen wahrgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>1963 trat Theodor R\u00fcpping aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden zur\u00fcck und Horst Schneider \u00fcbernahm diesen wichtigen Posten.<\/p>\n\n\n\n<p>Theodor G\u00f6bel bekleidete ab 1965 das Amt des 1. Vorsitzenden. Ihm folgte 1979 der heutige Brudermeister Wilfried Langerbein, der bis 1986 dem Verein vorstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Horst Schneider f\u00fchrte den Spielmannszug 20 Jahre bis 1983 sehr erfolgreich. Ausbilder in dieser Zeit war der bekannte Bettinghauser Stabf\u00fchrer Erich Drebber, dem man sicherlich einen Anteil an diesen Erfolgen zuschreiben darf.<\/p>\n\n\n\n<p>1983 \u00fcbergab Horst Schneider den Tambourstab an Dietmar Schwier<\/p>\n\n\n\n<p>Am 17. April 1971 fand das erste Lippetal &#8211; Treffen der Spielmannsz\u00fcge im Albertussaal statt und wird bis heute j\u00e4hrlich ohne Unterbrechung immer unter der Regie eines anderen Musikzuges ausgerichtet. Die Idee kam von Willi Hille, der sofort wertvolle Unterst\u00fctzung von Heinz Hokenbecker, Horst Schneider, Egbert und Gerd Thiemann erhielt. Den M\u00e4nnern der ersten Stunde sei an dieser Stelle noch mal f\u00fcr diesen guten Einfall gedankt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz 1985 wurde die Altersabteilung gegr\u00fcndet, sollte doch das bisherige erfolgreiche Wirken nicht total einschlafen. Die ,,Ehemaligen\u201c treten jedoch nur bei runden Geburtstagen oder Silberhochzeiten aus eigenen Reihen auf. Eventuell kommen noch ganz besondere Anl\u00e4sse hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>1986 waren wiederum zwei F\u00fchrungswechsel im Spielmannszug, J\u00fcrgen Hoffmann wurde Tambourmajor und Bernhard Strothkamp erster Vorsitzender. Beide bekleiden ihre \u00c4mter auch heute noch.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Spielmannszug z\u00e4hlt im Augenblick 47 voll ausgebildete Spieler. Ausbilder sind seit etwa 1983 \u00e4ltere Spieler aus den eigenen Reihen, die ihr K\u00f6nnen so an die Jugend weitergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>In all den Jahren wurde an vielen Wettstreiten und Freundschaftstreffen teilgenommen und stolze Erfolge, sch\u00f6ne Pokale und Erinnerungsst\u00fccke mit nach Hause gebracht. Aber auch bei allen anderen Veranstaltungen und Auftritten und ganz besonders bei den Sch\u00fctzenfesten in Herzfeld, Eickelborn, Lemkerholz-Lemkerberg, Cappel und Hovestadt hat sich unser Spielmannszug in die Herzen der vielen Sch\u00fctzen und Zuschauer gespielt. Er hat daf\u00fcr gesorgt, dass alle Feste stets den n\u00f6tigen musikalischen Rahmen erhielten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Jahrhundertereignis in der Vereinsgeschichte war sicherlich die Teilnahme an der Steuben-Parade 1996 in New York. Diese Weltstadt mit den riesigen Wolkenkratzern wird allen Teilnehmern in ewiger Erinnerung bleiben. Ein absoluter H\u00f6hepunkt war es hierbei, als erster ausl\u00e4ndischer Verein die Steuben-Parade anf\u00fchren zu d\u00fcrfen. Viele tausend Zuschauer klatschten begeistert Beifall, winkten und gr\u00fc\u00dften. Eine bleibende Erinnerung hinterlie\u00df auch der \u00fcberaus freundliche Empfang vom Deutschen Club in New Jersey. In dem sehr behaglichen Clubhaus verbrachten alle unvergessliche Stunden. Als ewiges Andenken h\u00e4ngt nun dort eine Spielmannsm\u00fctze, signiert von allen Spielmannskameraden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es soll Menschen geben, die noch einen Koffer in Berlin haben. Der Spielmannszug hat noch eine M\u00fctze in New York und neue Einladungen nach Chicago sowie in die Weltmetropole New York.<\/p>\n\n\n\n<p>Bernhard Strothkamp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>( Autor: Bernhard Strothkamp zum 80-j\u00e4hrigen Bestehen 30.04.2000) K\u00f6nnte man sich heute vorstellen, dass ein Trommler und ein Fl\u00f6tist den Sch\u00fctzenzug anf\u00fchren? So geschehen vor 80 Jahren, denn da wurde der Spielmannszug Hovestadt-Nordwald offiziell gegr\u00fcndet! Eine schnelllebige Zeit, wie wir im Nachhinein feststellen k\u00f6nnen. 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